Die dauerhafte Infektion mit krebserregenden humanen Papillomaviren eines krebserregenden Virentyps bedeutet nicht automatisch, dass GebĂ€rmutterhalskrebs entsteht. Die Infektion fĂŒhrt jedoch dazu, dass sich die Lebensspanne von GebĂ€rmutterhalszellen ĂŒber das natĂŒrliche MaĂ hinaus verlĂ€ngert.
Normalerweise wird am Ende des Lebenszyklus einer solchen Zelle ein Stoffwechselprogramm gestartet, das die Zelle absterben lĂ€sst. Sie wird vom Organismus durch eine junge Zelle ersetzt. Der "programmierte Zelltod" (Apoptose) schĂŒtzt den Körper vor Störungen der Zellfunktion. Im schlimmsten Fall kann die Funktionsstörung zur unkontrollierten Vermehrung der betroffenen Zellen und somit zu Krebs fĂŒhren.
Die meisten Störungen der Zellfunktion lösen zunĂ€chst jedoch keinen Krebs aus. Allerdings bewirken sie ein verĂ€ndertes Aussehen der Zellen, das FrauenĂ€rzte im Rahmen der FrĂŒherkennungsuntersuchung erkennen. Falls erforderlich wird dann eine Behandlung eingeleitet, bevor ĂŒberhaupt ein Krebs entstanden ist.