Die dauerhafte Infektion mit krebserregenden humanen Papillomaviren eines krebserregenden Virentyps bedeutet nicht automatisch, dass Gebärmutterhalskrebs entsteht. Die Infektion führt jedoch dazu, dass sich die Lebensspanne von Gebärmutterhalszellen über das natürliche Maß hinaus verlängert.
Normalerweise wird am Ende des Lebenszyklus einer solchen Zelle ein Stoffwechselprogramm gestartet, das die Zelle absterben lässt. Sie wird vom Organismus durch eine junge Zelle ersetzt. Der "programmierte Zelltod" (Apoptose) schützt den Körper vor Störungen der Zellfunktion. Im schlimmsten Fall kann die Funktionsstörung zur unkontrollierten Vermehrung der betroffenen Zellen und somit zu Krebs führen.
Die meisten Störungen der Zellfunktion lösen zunächst jedoch keinen Krebs aus. Allerdings bewirken sie ein verändertes Aussehen der Zellen, das Frauenärzte im Rahmen der Früherkennungsuntersuchung erkennen. Falls erforderlich wird dann eine Behandlung eingeleitet, bevor überhaupt ein Krebs entstanden ist.
März 2010