Die Früherkennungsuntersuchung auf Gebärmutterhalskrebs rettet weltweit jedes Jahr hunderttausenden Frauen das Leben. Der große Erfolg der Untersuchung liegt darin, dass sie eine Krebsgefahr bereits erkennen kann, bevor die Krankheit ausbricht. Wichtig ist, dass Frauen regelmäßig an der Vorsorge teilnehmen und Warnhinweise ernst nehmen.
Die Früherkennungsuntersuchung besteht zunächst aus einem Gespräch, in dem sich der Arzt nach dem Befinden und besonderen Anliegen der Frau erkundigt. Gezielt wird der Arzt dabei nach Störungen des Monatszyklus, ungewöhnlichen Monatsblutungen, Ausfluss und anderen Beschwerden fragen.
Anschließend führt der Frauenarzt eine Tastuntersuchung des Unterleibs und eine Sichtuntersuchung der Scheide durch. Dabei nimmt er auch Zellproben vom Gebärmutterhals , dies ist der sogenannte Pap-Abstrich. Ab dem 30. Lebensjahr der Frau gehört auch die Tastuntersuchung auf Brustkrebs und ab dem 50. Lebensjahr die Untersuchung des Dick- und Enddarms zu einer vollständigen Krebsfrüherkennunguntersuchung der Frau.
Die Krebsfrüherkennungs-Untersuchung wird von Frauen manchmal als unangenehm empfunden. Sie verursacht jedoch keine Schmerzen und ist nicht aufwändig.
Im Anschluss an die Untersuchung bespricht der Arzt die Befunde mit der Frau. Das Ergebnis des Pap-Abstrichs wird dem Arzt einige Tage später vom Labor übermittelt. Bei einem auffälligen Befund wird die betroffene Frau benachrichtigt und erhält einen Termin, um das Ergebnis und das weitere Vorgehen mit dem Arzt zu besprechen.
Ab dem vollendeten 20. Lebensjahr wird allen Frauen empfohlen, einmal jährlich zur Krebsfrüherkennungsuntersuchung zu gehen. Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen. Neu auftretende Beschwerden wie Schmerzen, Jucken, Ausfluss, Störungen der Monatsblutung und ähnliches sollten jedoch unabhängig von der regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung immer Anlass sein, den Frauenarzt aufzusuchen.