Gebärmutterhalskrebs verursacht oft erst in fortgeschrittenen Stadien Beschwerden. Durch die mikroskopische Untersuchung eines Zell-Abstrichs vom Gebärmutterhals, dem so genannten Pap-Abstrich, können Vorstufen der Erkrankung jedoch erkannt werden, lange bevor ein eigentlicher Krebs entsteht. Dann ist eine schonende und zuverlässige Behandlung möglich.
Der Pap-Abstrich, der nach seinem Erfinder, dem griechischen Arzt George Papanicolaou benannt ist, wurde bereits Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt. Seit 1971 ist er im gesetzlichen Krebsfrüherkennungs-Programm aufgenommen und hat seither die Sterblichkeit an Gebärmutterhalskrebs um rund drei Viertel reduziert. Denn durch den Pap-Abstrich werden die meisten Erkrankungen heutzutage in frühen Stadien entdeckt, die eine erfolgreiche Behandlung zulassen.
Der Pap-Abstrich erfolgt in der Regel im Rahmen der frauenärztlichen Krebsfrüherkennungs-Untersuchung. Bei der Scheidenspiegelung entnimmt der Arzt mit Wattetupfern, einem speziellen Spatel oder einer kleinen Bürste einige Zellen von der scheidenseitigen Oberfläche des Gebärmutterhalses und aus dem Gebärmutterhalskanal.