Frauen können ihren Frauenarzt bei der Früherkennungsuntersuchung unterstützen, indem sie einen Regelkalender führen und Beschwerden oder Unregelmäßigkeiten darin vermerken.
Gebärmutterhalskrebs verursacht oft über lange Zeit keine Beschwerden. Umso mehr Aufmerksamkeit sollten Störungen der normalen Monatsblutung oder ihres Rhythmus finden. Frauen können ihren Frauenarzt bei der Diagnosefindung unterstützen, indem sie einen Regelkalender führen, aus dem die Dauer und die Stärke der Monatsblutung sowie aufgetretene Besonderheiten hervorgehen.
Störungen der Regelblutung können vielfältige Ursachen haben. Gebärmutterhalskrebs ist nur eine unter vielen möglichen Erklärungen von Beschwerden wie unregelmäßigen oder verlängerten Blutungen, das Auftreten von Ausfluss, Schmerzen, Jucken oder Brennen und anderen Symptomen.
Bei der Einordnung der jeweiligen Beschwerden hilft es dem Arzt, wenn er sich in einem Regelkalender (Zykluskalender, Menstruationskalender) einen Überblick über die zurückliegenden Monatsblutungen verschaffen kann. Neben der Stärke der einzelnen Blutungen sollten von den Frauen auch alle auffälligen Begleiterscheinungen der Regelblutung vermerkt werden. Sie helfen dem Arzt bei der Einordnung von Beschwerden und weisen oft bereits den Weg zur späteren Diagnose. Außerdem sollte die Einnahme von Hormonpräparaten wie z.B. der Pille oder Medikamenten gegen Hormonschwankungen oder Osteoporose bei älteren Frauen zusammen mit dem Namen des Präparats und der Dosierung vermerkt werden.
Beschwerden, aber auch scheinbar unbedeutende Besonderheiten sollten gegenüber dem Arzt offen angesprochen werden. Dazu gehören z.B. auch Probleme beim Wasserlassen oder beim Stuhlgang. Insbesondere Blutungen sollten gegenüber dem Arzt erwähnt werden. Um beim Arztgespräch nichts zu vergessen, kann es eine Hilfe sein, Fragen und Anliegen auf einem Zettel zu notieren und zur Untersuchung mitzunehmen.
In den meisten Fällen verbirgt sich kein Krebs hinter Regelstörungen oder -beschwerden. Sollte aber doch einmal eine schwere Erkrankung die Ursache eines Symptoms sein, erleichtert eine frühzeitige Entdeckung die Behandlung und verbessert die Heilungsaussichten in der Regel erheblich.
Um eine aussagekräftige Früherkennungsuntersuchung zu ermöglichen, sollten Frauen darauf achten, dass die Untersuchung nicht in die Zeit der Regelblutung fällt. Gegebenenfalls empfiehlt sich die Verschiebung des Termins um einige Tage.